Krank durch Nahrungsmittel?

Unsere Ernährung wirkt auf unseren Körper stärker als irgendwelche anderen Umwelteinflüsse. Wenn wir uns gesund ernähren, kann der Körper die gesundheitlichen Vorteile dieser Ernährung gut nutzen. Wir sind leistungsfähiger, können uns besser konzentrieren oder werden seltener krank. Dafür müssen wir unserem unserem Körper aber alles geben was er dafür braucht. 

Unter einer gesunden Nahrung versteht man  eine ausgewogene Ernährung, mithilfe derer unser Körper alle für ihn wichtigen Nahrungsbestandteile erhält. Dazu gehören gesunde Kohlenhydrate, gesunde Proteine und gesunde Fette. Indem wir unserem Organismus möglichst natürliche bzw. naturbelassene Lebensmittel zuführen erhält er zudem ausreichend Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe und ist somit rundum versorgt.  

Unser Körper erwartet vollwertige und natürliche Lebensmittel. Er erwartet also weder isolierten Zucker noch isolierte Mehle, keinen geschälten Reis, kein reines Vitamin-C-Pulver und so auch kein isoliertes Natriumchlorid.  

Wer gesund alt werden will und bis ins hohe Alter vital bleiben möchte ( „happy-well“ ) , orientiert sich am besten an den Menschen in Okinawa: Dort leben mehr Hundertjährige als sonstwo. Ihr Erfolgskonzept lautet Hara Hachi Bu:  Bedeutet so viel, wie: „Fülle deinen Magen nur zu 80 Prozent.“ (wörtlich: acht Teile von zehn voll).  = Mäßigung für mehr Lebensqualität. D.h. kalorienarme Mahlzeiten mit hoher Vitalstoffdichte durch den Verzehr eines Anteils an Gemüse, Salaten, Obst, auch fermentiertes Soja, Meeresgemüse und Meeresfischen. Täglich mehere Tassen grüner Tee, frisches Quellwasser und ein ganzes Leben lang körperlich aktiv.

 

Aber WIE ist die REALITÄT? 

Völlerei, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol, Stress  („sad-sick“).

Unsere Nahrung kommt nur noch selten aus dem eigenen Garten, und die wenigsten können ihre Lebensmittel direkt beim Erzeuger, also auf dem Bauernhof, kaufen. Sie sind vielmehr auf Obst und Gemüse angewiesen, dass oft um die halbe Welt gereist ist, unreif geerntet und künstlich gereift wurde. Deren Bioqualität und Gehalt an Vitalstoffen sind dementsprechend reduziert.  Durch die Lagerung zu Hause vermindert sich der Vitamingehalt noch weiter. Dann wird das Gemüse auch noch gekocht, sodass auch die letzten wasserlöslichen Vitamine und teilweise auch die sekundären Pflanzenstoffe zerstört werden.

Viele von uns essen mindestens eine Mahlzeit pro Tag, die in einer Großküche oder einem Restaurant zubereitet wurde (Kantine, Essen auf Rädern, Imbissstand). Das bedeutet: Sie bekommen ein Menü vorgesetzt aus weitgehend industriell vorgefertigten Bestandteilen, was meistens lange vor dem Verzehr hergestellt und deshalb über Stunden warm gehalten wurde. Vitalstoffe sind darin verständlicherweise nur noch in minimalen Mengen enthalten. 

Die bisher von offiziellen Stellen herausgegebenen Empfehlungen berücksichtigen nicht oder nur unzulänglich, dass unser Bedarf an Vitalstoffen tatsächlich gestiegen ist und weiter steigen wird. Die Ursachen dafür sind:  Schadstoffe in Luft, Wasser und Nahrung sowie steigender Genussmittelkonsum, Stress und hoher Arzneimittelverbrauch bei einem Großteil unserer Bevölkerung – sowie unsere zunehmende Lebenserwartung mit Zunahme chronischer Erkrankungen.

 

Aber in unserer Ernährung sind nicht nur zu wenig Vitalstoffe enthalten, sondern viel zu viel Zucker,  Süßigkeiten, stärkehaltige Lebensmittel, Teigwaren, Kuchen, Brot, Auszugsmehle, Fertiggerichte, Transfette,  tierische Produkte ( Milch, Fleisch ), Industriesalz, Alkohol.

 

ZUCKER

Zucker ist eine der Hauptursachen für Übergewicht und Adipositas( = verbreiteteste Gesundheitsproblem ) , Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Atherosklerose, Demenz, Karies, Zerstörung der Darmflora.  

 

Durch den erhöhten Zucker im Blut enstehen durch Verzuckerung ( Glykierung ) Zucker-Eiweiß-Moleküle

( AGE= advanced glycated endproducts ), die die Atherosklerose, Nierenschädigung, Gedächtnisabbau und Hautalterung beschleunigen.  

 

Zusätzlich kommt es durch den schnell vom Darm resorbierten Zucker zu einem raschen überschießenden Insulinanstieg mit der Folge eines ebenso raschen Blutzuckerabfalls. Dadurch entstehen rezidivierende Heißhungerattacken.

Außerdem hat übermäßig produzierte Insulin  direkte negative Folgen:

– die Insulinrezeptoren an den Körperzellen werden unempfindlich ( Insulinresistenz )

– die Expression von zahlreichen Hormonen ändert sich:  das entstehende Zuviel an Insulin erhöht den Spiegel der
   Sexualhormone, dadurch steigt das Risiko für Krebs an den Geschlechtsorganen

– die Produktion des so genannten Insulin- like- growth-Faktor (IGF) wird erhöht . Dieser steigert das Wachstum der Krebszellen.

– das sympathische Nervensystem wird stimuliert ( Teil des autonomen Nervesystems, das den Körper in einen gesteigerten                        Aktivitätsmodus bringt)

– die Vasokonstriktion ( Engstellung der arteriellen Blutgefäße ) wird verstärkt

– das HGH=Human Growth Hormon, das Körperfett schmelzen und Muskeln wachsen lässt, wird gehemmt

 

In Deutschland gibt es aktuell mehr als 6 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus, weltweit 422 Milionen, seit 1980 vervierfacht.

Dunkelziffer: Von diesen 6 Millionen weiß jeder Fünfte (=1,3 Millionen) noch nicht von seiner Erkrankung.
Mehr als 90 Prozent der Betroffenen leiden an Typ-2-Diabetes.

Rund 70 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen in Deutschland sind übergewichtig, jeder fünfte Deutsche ist fettsüchtig (BMI 30 und darüber).

Bluthochdruck ist Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Etwa 35 Millionen Bundesbürger haben Bluthochdruck

Jeder zweite über 60 Jahre ist betroffen
Nur jeder zweite (rund 17,5 Mio.) weiß von seiner Krankheit

280.000 Herzinfarkte pro Jahr, 59.000 Menschen daran verstorben im Krankenhaus, 70.000, versterben, bevor sie die Klinik erreichen.

270.000 Schlaganfälle jährlich in Deutschland, etwa 200.000 davon sind erstmalige Schlaganfälle. Rund 20 Prozent der Schlaganfall-Patienten sterben innerhalb von vier Wochen, über 37 Prozent innerhalb eines Jahres. Rund die Hälfte der überlebenden Schlaganfall-Patienten bleibt ein Jahr nach Ereignis dauerhaft behindert

Ca. 350.000 Herz-Kreislauf-Tote

In Deutschland sind ca. 1,5 Millionen Menschen von einer Demenz betroffen. 

Wenn Sie oft Zucker essen, erhöhen Sie als Frau Ihr Risiko, an Brust-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs zu erkranken.

Kaum ein Nahrungsmittel führt so problemlos und zielgerichtet zu einer Zerstörung der Darmflora wie Zucker. In Kombination mit ungesunden Fetten ist eine Dysbiose (fehlerhafte Darmflora) sogar noch schneller zu erreichen. Es zeigte sich, dass eine Ernährung dieser Art umgehend zu einer Dysbiose führte. Gleichzeitig verringerte sich die Dicke der Darmschleimhaut, während die Durchlässigkeit derselben stieg.

Daraufhin entdeckte man, dass sich bei einer solcherart veränderten Darmschleimhaut die schädlichen Bakterien besonders gut vermehren konnten und sich unverzüglich entzündliche Prozesse entwickelten.

 

Wenn Sie weniger als 25 Gramm pro Tag zu sich nehmen, sind Sie im sicheren gesunden Bereich, aber die durchschnittliche Aufnahme ist 300% höher als das und der typische Fast-Food-Esser verbraucht 75 Gramm täglich.

1 Teelöffel Zucker = 5g, 1 Esslöffel Zucker = 15 g. 1 Stück Würfelzucker = 3 g.  

 

Besonders problematisch

sind die versteckten Zucker z.B. in

Fruchtjoghurt ( in 200 g = 25g ), Fruchtsäfte ( 0,2 l Glas = 25 g), 250 ml Cola, Ketchup ( in 100g = 25 g), Leberwurst ( in 200 g = 10 g) ), Cornflakes ( in 100 g = 35 g)  

und der  Fruchtzucker ( = Fructose ),

der natürlicherweise in Früchten vorkommt. Er wird aber auch aus Mais billig hergestellt (HFCS = High Fructose Corn Sirup) und zahlreichen Fertigprodukten zugesetzt (z. B. Süßigkeiten, Limonaden, fertigen Müsli- Mischungen). Fruchtzucker regt die Fettproduktion in der Leber an ( nicht-alkoholische Fettleber) und wird zu viszeralem ( Bauch- ) Fett umgewandelt. Höhere Konzentrationen an Fruktose hemmen zudem das Sättigungshormon Leptin. 

 

WEIZEN

Morgens Brötchen, mittags Pizza oder Nudeln und abends belegte Brote: So sieht bei Vielen die tägliche Ernährung aus und diese Art der Ernährung enthält jede Menge Weizen. Nun ist Weizen an sich ja nicht problematisch und war jahrhundertelang eines der wichtigsten Basisnahrungsmittel. Doch der heute bei uns erhältliche Weizen und die daraus gefertigten Produkte haben nicht mehr viel mit dem Urgetreide zu tun, denn Weizen ist das durch die Techniken der Agrarwissenschaftler am meisten veränderte Getreide von allen.

Neue Kreuzungen und Zuchtformen sollten den Weizen unempfindlicher gegen Umwelteinflüsse machen und höhere Erträge bei der Ernte ermöglichen. Wenn noch im Mittelalter eine Ähre drei Körner enthielt so trägt sie heute bis zu 50. Gleichzeitig hat sich durch die Zuchtmaßnahmen auch die Struktur der Weizenproteine verändert. Diese neuen Weizenproteine machen krank und dick.

Außerdem erhöht Weizen den Blutzucker genauso stark, wenn nicht sogar noch mehr als Zucker selbst u.a. durch das sog. Amylopektin A. Damit sind auch durch Weizenprodukte, insbesondere Auszugsmehlprodukte Heißhungerattacken vorprogarmmiert.

Das als Klebereiweiß bekannte Gluten ist ein Eiweißgemisch, das u. a. auch die Eiweißfraktion Gliadin enthält. Noch vor 50 Jahren bestand Weizen nur zu fünf Prozent aus Gluten, heute bereits zu 50 %. Das ist auch so gewollt, denn je mehr Gluten ein Getreide enthält, umso besser lassen sich daraus Backwaren herstellen, die besonders groß, fest und knusprig werden. Doch unser Verdauungssystem konnte sich nicht so schnell an die Veränderungen anpassen ( Glutenallergie!! ).

Insbesondere kann aus dem im Gluten enthaltenen Gliadin ein exogenes Opioidpeptid, das sog. Gluteomorphin entstehen. Das ist ein Exorphin ( im Gegensatz zu den Endorphinen, die im Körper entsrehen ), das an die gleichen Opioid-Rezeptoren im Gehirn andockt wie Morphin. Dadurch kann der Verzehr von Weizen süchtig machen ( „Brotsucht“).

Cave: Das Weizeneiweiss Gluten enthält zu etwa 33% Glutaminsäure!  Gluten ist deshalb in der indutriellen Nahrungsmittelproduktion sehr beliebt, weil dadurch der Geschmacksverstärker Glutamat zugesetzt werden kann- ohne entsprechende gesetzlich notwendige Deklaration. Vorsicht bei Hinweisen wie „Ohne Geschmacksverstärker – ohne Hefe“. Dann ist häufig Gluten drin, damit doch ein Geschmacksverstärker, der aber nicht deklariert werden muss.

Außerdem sind im Weizen Lektine enthalten. Lektine werden mit Entzündungsprozessen, Krebs und Autoimmerkrankungen in Verbindung gebracht, sie sollen ausserdem die Darmschleimhaut schädigen und die Aufnahme von Mineralstoffen hemmen. Sie werden zwar nicht durch Erhitzen (Backen, Kochen) abgebaut, jedoch während des Keimprozesses weitgehend deaktiviert. Getreide und Vollkornprodukte sollten deshalb überwiegend in gekeimter Form verabeitet und verzehrt werden. Durch die Keimung werden auch die sog. Antinährstoffe ( „Fraßschutzstoffe“) deaktiviert.

 

FERTIGPRODUKTE UND TRANSFETTSÄUREN

Fertigprodukte sind industriell hergestellte Nahrungsmittel mit  Lebensmittelzusatzstoffen wie Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe, Süßstoffe, Hormone, Emulgatoren, Bindemittel

und Transfettsäuren. Das sind Stoffe, die immer dann entstehen, wenn Lebensmittel in der Fabrik weiterverarbeitet und dabei Fette (Öle) gehärtet werden. Diese Fette sind raffiniert, also so verarbeitet, dass sie vollständig frei von Vitaminen und Mineralstoffen sind. Leider nehmen wir heute überwiegend solche Fette zu uns – mit schädlichen Folgen für jede einzelne Zelle.

Auf Dauer werden die Zellmembranen porös. Dadurch sind die einzelnen Zellen nicht mehr vor Strahlung, Umweltgiften oder Viren geschützt und können leichter zu Krebszellen mutieren. Transfettsäuren können Sie leicht erkennen. Sie stehen entweder direkt auf der Inhaltsliste industriell verarbeiteter Lebensmittel oder verstecken sich hinter dem Begriff „gehärtete Fette“.

CAVE: PALMÖL!!!!! Brandrodung in Inonesien!! Wo die letzten Orang-Utans leben. Seit 1990 wurde eine Waldfläche von 31 Millionen Hektar, eine Fläche fast so groß wie die Bundesrepublik. Deutschland gehört mit 1,3 Tonnen jährlich zu den größten Palmölverbrauchern. In jedem 2 Supermarktprodukt ist PALMÖL drin.

Zuckrige Limo wird mit „wertvollen Vitaminen“ beworben, Schokolade mit „Calcium“, gefährliche Energydrinks mit „B-Vitaminen“. In Deutschland sind 90 Prozent der Produkte, die mit Vitaminen werben, in Wahrheit zu süß, zu fettig oder zu salzig!

Kulinarische Verbrechen: Fertigmischungen mit allen möglichen Stabilisatoren und Emulgatoren, Bräunungssprays, Grillaroma, Fertigsaucen.

Fazit: Weniger Fertigprodukte, stattdessen mehr frische lebendige regional-saisonale Lebensmittel, roh oder vitalstoff-schonend verarbeitet, das ist für die Grundversorgung die richtige Alternative. Und zur Unterstützung: PLATINUM-Produkte!!

 

MILCH

Die Menschen werden immer größer. Und je größer sie sind, desto höher ist ihr Risiko, an Krebs zu erkranken. Grund könnte eine kalorienreiche Ernährung mit viel Milchprodukten sein infolge Aktivierung des IGF (Insulin-Growth-Factor)-1/2-Systems und anderer Signalwege. Indem durch die Aktivierung des Systems das Zellwachstum dauerhaft gefördert werde, könnte sich auch das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen, vor allem für Brustkrebs, Dickdarmkrebs und schwarzen Hautkrebs,

Niederlanden: Männer seien dort mittlerweile 20 Zentimeter größer als noch vor 150 Jahren. Interessanterweise sei hier auch der Pro-Kopf-Konsum von Milch und Milchprodukten weltweit am höchsten.

Auch das Milcheiweiß Casein fördert das Krebswachstum. Außerdem wird Casein zu Caseomorphin abgebaut, das ebens wie Gluromorphin als Exorphin am Opioid-Rezeptor des Gehirns andockt. Dadurch kann auch der Verzehr von Milch und Milchprodukten süchtig machen ( „Käse-Sucht“ ). 

Caseine sind neben anderen Eiweißstoffen wie  β-Laktoglobulin (β-LG) und α-Lactalbumin auch verantwortlich f&uuuml;r die Milch-Allergie!

Außerdem sind Intoleranzen auf den Milchzucker ( Lactose ) bekannt.

Letzlich sollte nicht vergessen werden, dass Milchprodukte im menschlichen Körper Säurebildner sind, zudem belastet sind mit Schadstoffen, Antibiotika und Hormonen.

 

FLEISCH

Rotes Fleisch enthält ein Kohlenhydrat namens Neu5Gc. Dieses Kohlenhydrat kommt in den meisten tierischen Organismen, nicht jedoch im menschlichen Körper vor. Kalifornische Forscher vermuten, dass Neu5Gc für das steigende Krebsrisiko durch Fleischverzehr verantwortlich sein könnte

Außerdem hat das Hämeisen im roten Fleisch die gefährliche Eigenschaft,dass es  im Darm die Bildung von speziellen Eiweissverbindungen (N-Nitroso-Verbindungen) fördert. Diese bilden freie Radikale, die zellschädigend sind und selbst vor der DNA (chemischer Aufbau der Erbinformation) im innersten der Zelle nicht halt machen. Sie stärken das Zellwachstum von Tumoren und haben daher eine kanzerogene Wirkung.

Rotes Fleisch  fördert Darmkrebs, Magenkrebsrisiko und Nieren- und Blasenkrebs 

Die Weiterverarbeitung des Fleisches kann zusätzlich ein Risiko für die Gesundheit darstellen. Vielen verarbeiteten Fleischwaren wie Schinken, Schinkenspeck, Salami, Bratwurst, Hot Dogs etc. werden Nitrate, Nitrite und andere Konservierungsmittel zur Haltbarmachung hinzugefügt.

Nitrate und Nitrite in der Nahrung stehen jedoch unter dringendem Verdacht krebserzeugend zu sein, da sie im Körper zu N-Nitroso-Verbindungen umgewandelt werden.

 

Laut der Welternährungsorganisation (FAO) hat sich die globale Fleischproduktion bereits in den vergangenen fünfzig Jahren auf insgesamt ca. 320 Mio. Tonnen Fleisch vervierfacht ( 2014 ), in Deutschland ca. 8 Millionen Tonnen, ca. 90 kg pro Kopf . 20% mehr Fleisch produziert als verbraucht!!

Ca. 60 Millionen Schweine, ca. 4 Millionen Rinder, ca. 700 Millionen gefiederte Tiere. Ca. 98,5 % konventionelle Tierhaltung!!

 

Durch die Viehwirtschaft fast 20% der weltweiten Treibhausgasemmissionen (1.1 Kohlenstoffdioxid1.2 Methan1.3 Distickstoffmonoxid (Lachgas) 1.4 Fluorchlorkohlenwasserstoffe( FCKW´s) 1.5 Schwefelhexafluorid und Stickstofftrifluorid2.1 Wasserdampf (natürlicher Treibhauseffekt )2.2 Ozon2.3 Wolken2.4 Aerosole und Rußpartikel.

Bereits ca. 40 % der weltweit gefangenen Fische, ca. 90 – 98 % der weltweiten Sojaernte, 35 % der jährlichen Weltgetreideernte, 61 % des europäischen Getreides und rund 59 % der deutschen Getreideproduktion werden allein für die Tierfütterung eingesetzt.

Von 7 verfütterten pflanzlichen Kilokalorien am Ende nur 1 einzige in Form von Tierprodukten erhalten. Bis Input-Output-Verhältnis von 10:1 oder 11:1. Für 1 Kalorie Rindfleisch braucht man 10 Kalorien aus Getreide!!!

Die Umwandlung von pflanzlichen Ressourcen in Fleisch und andere tierliche Produkte geht stets mit einem erheblichen Verlust an Nahrungsenergie und Nährstoffen einher und mit der „Züchtung“ von antibiotika-resistenten Keimen.

Bei den gramnegativen Erregern haben Massentierzucht und Ausbreitung über Lebensmittel wie Hühnerfleisch sowie internationale Reisetätigkeit wesentlich zur Zunahme von ESBL-bildenden E. coli beigetragen,

Die Abkürzung ESBL steht für „Extended-Spectrum Beta-Lactamasen“ und bezeichnet Enzyme, die die Wirksamkeit verschiedener Antibiotika mindern oder sogar aufheben können. Insbesondere Bakterien aus der Familie der Enterobakterien (Enteron, gr. = Darm), können diese Enzyme produzieren und dadurch resistent gegenüber verschiedenen Antibiotika werden. Antibiotikaresistenzen sind ein erhebliches Risiko für die Gesundheit von Menschen und Tieren.

Im sogenannten O’Neill-Report vor zwei Jahren war prognostiziert worden, dass im Jahr 2050 weltweit 10 Millionen Menschen an Infektionen mit Antibiotika-resistenten Keimen sterben würden.

Die WHO warnt vor einer „postantibiotischen Ära“ mit stark eingeschränkten Therapieoptionen, da Antibiotikaresistenzen direkt und kausal mit Art und Menge der in Veterinär – und Humanmedizin verwendeten Antibiotika assoziiert sind, aber nur wenige Substanzen mit neuen Wirkspektren entwickelt werden.

Beim Antibiotikaverbrauch in der Tiermast hat Deutschland einen Spitzenplatz in Europa: 1.452 Tonnen ( 2013), Humanmedizin 250-300 Tonnen.

Das Grundproblem in der Tierzucht ist die einseitige Zuchtausrichtung auf nur noch 1 Merkmal ( z.B. viel Milch, nur Eier, keine Fleisch ).

 

Ackerflächen:

Grundsätzlich ließen sich von diesen Flächen mehr Menschen ernähren, wenn darauf Pflanzen für die direkte menschliche Ernährung angebaut würden. Der Anbau von Monokulturen und der kontinuierlich hohe Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden sollte vermieden werden. Denn ein Drittel der globalen Ackerfläche gilt bereits als mittelgradig bis stark degradiert. Um weitere Flächen (d. h. Land) für den Futtermittelanbau (v. a. für Soja) oder Weideflächen zu gewinnen, wird zudem laufend Regenwald gerodet.

Die Produktion von Fleisch und weiteren Tierprodukten verbraucht bei weitem größere Mengen an Wasser als die gleiche Menge an Pflanzen, die für die direkte menschliche Ernährung angebaut werden.

Schon jetzt könnten drei Milliarden Menschen mehr ernährt werden, wenn das bislang für die Tierfütterung eingesetzte Getreide für die direkte menschliche Ernährung bereitstünde (s. dazu auch eine Studie der Universität Minnesota).

 

 

SALZ

Statt der übrigen im naturbelassenen Salz noch vorhandenen Mineralstoffe (z. B. Kalium, Magnesium etc.) und Spurenelemente (z. B. Selen, Silizium, Zink etc.) enthält Industriesalz einen interessanten „Ersatz“, nämlich verschiedene Chemikalien.
Dazu gehören Rieselhilfen (Anti-Klumpmittel, z. B. Aluminium(hydr)oxid oder Kaliumhexacyanidoferrat(II)) sowie Jod- und Fluorverbindungen zur vermeintlichen Prophylaxe von Schilddrüsenerkrankungen und Karies.
Kochsalz, das in Wurstwaren verwendet wird, enthält darüber hinaus auch Natriumnitrit.

Reinweisses Salz, das unter der Bezeichnung Koch- bzw. Speisesalz im Supermarkt verkauft wird und das in nahezu allen Fertigprodukten der Lebensmittelindustrie enthalten ist, gehört nicht mehr zu den naturbelassenen Salzen. Es handelt sich um kein ganzheitliches Lebensmittel und schon gar nicht um ein Heilmittel. Es wurde aufwändig industriell verarbeitet, gebleicht, bei hohen Temperaturen gesiedet und gereinigt (= raffiniert), so dass es – und so schreibt es das Gesetz vor – nur noch aus Natriumchlorid besteht.

 

ALKOHOL

Schon ein Glas Wein pro Tag kann das Risiko erhöhen, an Brustkrebs zu erkranken. Der direkte Zusammenhang ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig bewiesen. Fakt ist aber, dass Alkohol dem Körper sowohl Magnesium als auch Vitamine entzieht. Wenn diese fehlen, dann sind die Zellen nicht mehr vor freien Radikalen geschützt, die die Zellstruktur schädigen und Krebs auslösen können. Trinken Sie Alkohol, dann sollten Sie am nächsten Tag verstärkt Obst und Gemüse essen, um die Vitamin- und Magnesiumvorräte Ihres Körpers wieder aufzufüllen. Wir wissen heute, dass Alkohol in großen Mengen Mund- und Kehlkopfkrebs auslösen kann. Da die Abbauprodukte des Alkohols auch die Schleimhäute angreifen, erhöouml;ht er zudem das Risiko für Dickdarmkrebs.

Studien ergaben eine dreifach erhöhte Rate für einen plötzlichen Herztod innerhalb von zwei Stunden nach Alkoholkonsum. In einer anderen Studie war die Herzinfarktrate in der ersten Stunde nach dem Alkoholkonsum um rund 70% erhöht, die für einen ischämischen Schlaganfall um 130%.

Der Alkoholverbrauch pro Einwohner in Deutschland liegt bei 9,6 Litern reinem Alkohol – eine Zahl, die für viele sicherlich zunächst abstrakt klingt.

Wenn man sich jedoch vor Augen hält, dass beispielsweise in einer Literflasche Wodka (40 Vol.-%) 400 ml reiner Alkohol enthalten ist, bekommt man schon eher eine Ahnung von der Menge Alkohol, die zusammen kommen muss, um auf die fast zehn Liter Reinalkohol zu kommen.
Etwa 135,4 Liter pro Kopf an alkoholischen Getränken pro Kopf und Jahr,

d.h. durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch beim Alkohol: 325 Flaschen Bier, 27 Flaschen Wein, 5,5 Flaschen Schaumwein und 7 Flaschen Schnaps konsumiert der bzw. die Deutsche im Schnitt. Das entspricht einer „Badewanne randvoll gefüllt mit alkoholischen Getränken“.

Laut einer Untersuchung sind etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland alkoholabhängig,
das Trinkverhalten weiterer 2 Millionen Männer und Frauen fällt in die Kategorie „Alkoholmissbrauch“.

An den Folgen ihres Alkoholkonsums sterben jedes Jahr etwa 74.000 Menschen. 96,4 Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 64 Jahren trinken Alkohol.

 

ÜBERSÄUERUNG

In unserem Organismus gibt es Bereiche, die sauer sein müssen (das Scheidenmilieu zum Beispiel oder der Dickdarm) und es gibt Beriche, die basisch sein müssen. Um diesen fein ausgeklügelten Säure-Basen-Haushalt in seinem Gleichgewicht zu halten, gibt es verschiedene körpereigene Regelmechanismen.

Zu diesen Mechanismen gehören die Atmung, die Nieren, die Verdauung, der Kreislauf und die Hormonproduktion. Sie alle sind stets darum bemüht, den gesunden pH-Wert im Körper aufrecht zu halten, d.h. pH-Wert im Bereich 7,35–7,45 Der pH-Wert gibt an, ob eine (Körper-)Flüssigkeit sauer oder basisch ist. pH-Wert des Blutes: 7,35–7,45.

Die bedeutendsten Säurequellen:Für die vermehrte Zufuhr von Säuren ist hauptsächlich die Ernährung verantwortlich. Säurebildende Lebensmittel schmecken meist nicht sauer. Die Säuren entstehen vielmehr erst während der Verdauung. Zu den Säurebildnern gehören hauptsächlich tierische Lebensmittel (Fleisch, tierische Fette), alle Getreidesorten und Zucker.

Verringerte Zufuhr von Basen: Die Ursache hierfür liegt hauptsächlich in einer pflanzenarmen Ernährung. Weiterhin führt die Veränderung der Landwirtschaft mit nährstoffarmen Böden zu einer Verringerung von Spurenelementen in pflanzlichen Produkten. Saurer Regen und Umweltgifte beschleunigen den Basenmangel in landwirtschaftlichen Böden.

Die säurebildenden Mineralien sind u. a. Schwefel, Phosphor, Chlor und Jod. Daraus entstehen bei der Verstoffwechslung Säuren wie z. B. Schwefelsäure, Salzsäure und Phosphorsäure.

Die basenbildenden Mineralien sind u. a. Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen.

Der Körper enthält mehr als doppelt so viel Calcium wie Phosphor und Magnesium. Also sollte auch unsere Nahrung diese beiden Mineralstoffe in genau diesem Verhältnis enthalten. Das Gegenteil aber ist der Fall: Die heute übliche Ernährungsweise basiert auf Getreideprodukten, Milch- und Fleischprodukten und liefert dadurch deutlich mehr Phosphor als Calcium.

 

Entscheidende Säurequelle ist die typisch westliche Ernährungsweise

mit viel zu viel Zucker und ungesunden Fetten sowie

tierischen Eiweissen wie Fleisch, Wurst, Fisch und Eier
Milch und die meisten Milchprodukte
Sojaprodukte
Teig- und Backwaren
Süssspeisen
kohlensäurehaltiges Mineralwasser
Cola und andere Softdrinks
Kaffee
Alkohol
Nikotin
Synthetische Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker (Glutamat), Süssstoffe
wie z. B.Aspartam,
noch viele andere stark verarbeite Nahrungsmittel

Dadurch verschiebt sich das gesunde Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper. Die Kompensationsfähigkeiten des Organismus werden überlastet mit der Folge der heute weit verbreiteten chronischen Übersäuerung.
Säuren, die nicht neutralisiert oder ausgeschieden werden können, müssen im Körper zwischengelagert werden.
Dies geschieht im Bindegewebe und in verschiedenen Organen. Nach und nach beginnt der Organismus den Zellen Kalium zu entziehen und es entsteht mit der Zeit einen intrazelluläre Azidose. Bei starkem Säureüberschuss können dann Entzündungen, Zellzerstörungen und Veränderungen an Geweben entstehen.

Auch die Entstehung der Osteoporose kann gefördert werden, indem vermehrt Calciumionen aus dem Knochen mobilisiert werden, um den Säureüberschuß zu neutralisieren ( „ Osteoporose-Paradox“ der Asiaten, die keine Milch trinken, aber weniger Osteoporose und weniger Oberschenkelhalsbrüche haben als die westlich Ernährten – sie essen basenübeschüssige, aber auch calcium- und mineralstoffreiche Meeresfrüchte wie Algen).